Pom-Pom in Venedig

Posted on 09/08/2011

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Zugegeben – ich habe diese Stadt unterschätzt und sie für etwas wie Disneyland gehalten. Da habe ich mich gründlich vertan und bin begeistert. Grund für das Hinfahren war die wunderbare Idee des Jungen Freundeskreises der Berlinischen Galerie, eine Biennale- und sonstige Kunstreise nach Venedig zu unternehmen. Was soll ich sagen: Die Führungen von Thomas Köhler (Museumsdirektor) waren klasse, die Menschen und die Kunst auch. Ich schreibe jetzt allerdings keine Lobeshymnen auf die Sammlungen von Peggy Guggenheim und Francois Pinault und auch nicht über die Biennale – das haben andere sicherlich schon hinlänglich und besser getan.

Ein Kunstwerk hat es mir allerdings besonders angetan und hat auch streetartmäßige Spuren hinterlassen. Die Künstlerin Norma Jeane hat anlässlich des arabischen Frühlings und der Rolle der einzelnen Aktivisten in Social Media, die Besucher involviert. Ausgangslage war ein weißer Raum mit drei riesigen Blöcken Knete. Ende Juli siet das Ganze so aus:

Hier gibt es auch noch ein Video dazu. An der ein oder anderen Wand habe ich dann auch Relikte in der Stadt gefunden:

Ganz politisch und Biennale-bezogen hat mich noch dieses Graffiti berührt, dass an einigen Häuserecken und Brücken in Venedig zu finden war – ANONYMUS, STATELSS, IMMIGRANTS PAVILLON:

Schließlich habe ich auch noch ein kleines Strickgraffiti hinterlassen. Auf der Suche nach einem geeigneten Plätzchen konnte ich dabei die schöne Stadt am frühen morgen fast leer genießen. An der Ponte S. Barnaba habe ich zwei Pom-Poms in guter Gesellschaft ausgesetzt.

Posted in: Strickgraffiti